Über mich …

Über mich …

Kreativ und manchmal etwas durchgeknallt, mit tausend Ideen in meinem Kopf.
Ich bin Listenverrückt – meine to do Liste wächst täglich…
Meine persönliche Therapie ist das Schreiben, das Lesen, Dekorieren und wenn ich gar nichts mehr in meiner Umgebung mag, mir die Decke auf den Kopf fällt, dann baue, streiche und renoviere ich.^^
Ich bin süchtig nach Büchern und dekorativen Dingen und muss mich selbst ständig beim Shoppen zügeln oder mir selbst ein Kaufverbot auferlegen. Ich bin Perfektionistin, tüftel so lange bis es genau so ist, wie ich es wollte (was manches Mal auch zum Nachteil werden kann – beim Schreiben zum Beispiel) und versuche auch trotz all meiner Erfahrungen noch eine Optimistin zu bleiben. Ich mache anderen Menschen gerne eine Freude, beschenke sie gerne, und wenn ich das mit meinen Geschichten tun kann, freue ich mich umso mehr.

 

Interview vom 14.02.2014 (Zeitungsartikel im „Marktspiegel“)

Interview von BookMania bei Facebook:

Wie bist du zum Schreiben gekommen? Seid wann schreibst du? 
Ich habe schon immer viel geschrieben, in der Schule waren meist die Aufsätze zu lang und am Thema vorbei. 🙂 Irgendwann, ich glaube, ich war 12, habe ich Pferdekurzgeschichten geschrieben und natürlich Tagebuch. Irgendwann verlor ich das aus den Augen und andere Sachen waren einfach interessanter^^. Als ich 2003 mit meiner Tochter schwanger war, fiel mir dann die Geschichte rund um Mirobius ein und ich begann, sie grob aufzuschreiben. Das war nun mittlerweile vor 14 Jahren und im Nachhinein war sie grottenschlecht, aber die Idee dahinter fand ich trotzdem noch toll. Als dann aber das Baby auf der Welt war, gab es abermals andere Dinge und meine Geschichte verweilte als Datenleiche auf meinem Laptop. 5 Jahre später habe ich sie wiedergefunden, für schlecht befunden, weiter daran rumgefeilt und geschrieben und als ich endlich dachte, sie sei fertig, hatte ich sie sogar an Verlage geschickt. Natürlich kam nichts zurück. Nach einigen Schreibratgebern wunderte mich auch nicht mehr darüber, dass keine Rückmeldungen kamen. 2013 war ich abermals mit meinem Sohn schwanger, hatte Zeit und überarbeitete, immer mal wieder, strich und korrigierte, schrieb Teile komplett neu und überlegte ob ich mich tatsächlich nochmal trauen sollte es auf die Menschheit, oder Verlage loszulassen, entschied mich aber dagegen. 2016 kam dann meine Tochter zur Welt. Leider verließ sie uns nach nur 24 Tagen. Ein unentdeckter Herzfehler warf unser Leben komplett aus der Bahn. Ich versuchte mich ständig abzulenken, las Bücher, nähte Kinderklamotten, fing sogar an zu stricken und schlussendlich fand ich dann mein Buch wieder. Da begann mein Entschluss zu reifen, dass ich 2016 nicht so beenden wollte. Ich wollte mein Fantasy fertigstellen, es veröffentlichen. Und wenn es ein Flopp werden würde, wäre halt das verfluchte Jahr daran schuld. Die Resonanzen zu »Das Erbe von Mirobius« puschten mich etwas, gaben mir neuen Mut und ich schrieb weiter. Diesmal etwas anderes, ganz Neues. Ich hatte endlich etwas gefunden, was mir spaß machte und mich für eine kurze Zeit abschalten ließ. Und innerhalb von 4 Monaten konnte ich »You complete me – Sternschnuppenregen« abermals komplett in Eigenregie und diesmal mit eigenem Cover veröffentlichen.

Woher kommst du?
Ich komme aus der Mitte Deutschlands, einer kleinen Stadt namens Hessisch Lichtenau.

Und auf welcher Buchmesse findet man dich dieses Jahr noch?
Wahrscheinlich erstmal auf keiner. Auch wenn es mich reizen würde. Jedoch finde ich dafür keine Zeit und meine Kinder möchte ich ungern alleine lassen. Dafür bin ich aber überall erreichbar und schreibe auch jedem zurück!

Wie sieht dein Leben aus?
Chaotisch! 🙂 Ich lebe mit meinem Freund in unserem Haus mit meiner großen Tochter Sophie, unserem kleinen Wirbelwind Louis, zusammen mit unserem Malteser Josi. Wir sind ständig draußen – mein Sohn ist ein absolutes Straßenkind und braucht viiieeel Bewegung, da er ansonsten das ganze Haus verwüstet. Trotz allem schaffen sie es täglich, ihre Unordnung zu verbreiten, die wir dann abends wegräumen müssen. Wenn dann endlich abends Ruhe eingekehrt ist, haben wir Zeit für uns. Fernseh gucken wir so gut wie gar nicht, wir leihen uns lieber Filme, wenn ich nicht gerade lese oder mich aber zum Schreiben hinsetze.

Glaubst du an die Liebe auf den ersten Blick?
Jaaa. Ich habe einen tollen Freund und bei ihm war es so!

Welches Lied beschreibt dein Leben am besten?
Ich glaube kaum, dass es so ein chaotisches Lied gibt, welches mich wirklich beschreiben könnte. Ich höre alles querbeet, jedoch gibt es ein Lied, welches mir nahe geht und mich beschreibt wenn es um das Thema Schreiben geht. Tim Bendzko – Warum ich Lieder singe (https://youtu.be/5oeMldi_hiM).

Was war der lustigste Moment in deinem Leben?
Es gab schon viele, aber wenn ich so darüber nachdenke, würden mich manche davon vielleicht ins falsche Licht stellen *lach*, denn im Nachhinein waren viele davon ziemlich peinlich. Aber einen Moment aus meiner Kindheit, an den denke ich immer wieder gerne. Damals war ich mit meiner besten Freundin ständig draußen, wir haben in einem 300-Seelen Dorf gewohnt wo jeder jeden kannte, und natürlich auch jede Menge Klingelstreiche gemacht. Jaaa, damals war das noch so, gibts heute irgendwie gar nicht mehr. Auf jeden Fall gab es da diese eine ganz besondere Frau, die unser ständiges ›Opfer‹ wurde. Denn jedes Mal ließ sie sich etwas anderes einfallen. Sie versteckte sich in der Kellertür um uns zu jagen und kam sogar mit einer Bratpfanne in der Hand zur Tür heraus. Als wir sahen, das sie an diesem besagten Tag im Garten war und Unkraut jätete, rief ich vorlaute Göre quer über die Gartenzäune: »Vorsicht der Rock platzt!«. Die Frau blickt auf, sieht uns und spurtet los. Was waren wir geschockt und liefen beinahe um unser Leben! *lach* Die gute Dame sprintete über die Gartenzäune und war uns dicht auf den Fersen bis wir endlich eine Gartenhütte erreichten und uns dort verstecken konnten. Eine tolle Zeit!

Welche Pläne oder Ziele hast du für deine Zukunft?
Wie die meisten Autorenkolleg(inn)en würde ich natürlich auch gerne vom Schreiben leben. Nur dafür müsste ich wahrscheinlich noch um einiges fleißiger sein, da ich an manchen Tagen gar nichts schaffe und dann andere Dinge im Mittelpunkt stehen. Aber ich möchte weiterhin schreiben, mein Leben mit meiner Familie genießen und einfach nur zusammen mit ihnen alt werden! Wenn ich dabei auch noch andere mit meinen Geschichten erfreuen kann und ich auch noch die passende Resonanz dazu bekomme, macht es mich schon glücklich!

Lachst du beim Schreiben?
Ich durchlebe alle Gefühle, je nachdem, woran ich gerade arbeite. Aber ja, stellenweise muss ich selbst dabei lachen, wenn meine Protagonisten loslegen und anfangen ihr Eigenleben zu führen. Da wundere ich mich manchmal selbst, wo solche Sprüche und Dialoge her kommen, die zum Beispiel Jay und Marc aus meinem letzten Buch führen.

Um was geht es in deinem derzeitigen Projekt?
Momentan schreibe ich den zweiten Teil von meinem Herzensbuch »You complete me«. Nur dieses Mal wird es wahrscheinlich etwas länger als 4 Monate dauern. Natürlich geht es auch da um die große Liebe und die ein oder andere Hürde. Aber auch mein Fantasy-Projekt schlummert noch vor sich hin und wartet auf mich.

Wann hast du vor dein nächstes Buch zu veröffentlichen?
Einen groben Plan habe ich, was ich zu meiner Schande gestehen muss, gar nicht. Ich würde gerne mit meinen Fingern schnippsen und dann anschließend alles fertig auf meinem Rechner vorfinden. *g* Ich peile aber mal grob den Oktober an. Vielleicht macht mir das ein bisschen mehr Druck, wenn es jetzt jeder weiß! 😉

Wo schreibst du am liebsten?
Ich habe meinen Stammplatz am Esszimmertisch, mit Blick zu meiner Rechten über die Stadt und im Herbst/Winter praktischerweise somit beinahe direkt vor dem Kamin. Die Ideen für meine Bücher kommen aber meistens zu den unpassendsten Gelegenheiten, beim Spielen draußen, beim Fenster putzen, beim Autofahren etc. Dafür habe ich dann meine Notiz-App auf dem Handy die randvoll ist und dann später als Spickzettel herhalten muss.

Gibt es was, was dich besonders inspiriert?
Das Leben. Anders kann man es gar nicht sagen. Überall gibt es die tollsten Geschichten, Menschen denen man auf dem Blatt Papier Geschehnisse andichten kann, so viele man möchte. Und Bücher. Ich lese viel und unheimlich gerne. Auch da kommen mir so ab und an ein paar Ideen die manchmal so ganz unpassend zum Buch sind.

Wie sieht deine Familie das, dass du Autorin bist?
Mein Freund ist stolz auf mich, auch der Rest der Verwandtschaft. Aber immer mal wieder hört man durch, dass das Schreiben ja nur ein Hobby ist und sowieso nichts bringt. Geld schon gar nicht, und als Beruf kann man sich das auch nicht vorstellen, denn wenn man auch noch spaß daran hat und so viel Freizeit genießen kann, kann es einfach keine Arbeit sein. 😉 In solchen Momenten ist es manchmal schwer weiterhin am Ball zu bleiben.

Hast du schon mal darüber nachgedacht in einem anderen Genre zu schreiben?
Ja, immer wieder. Natürlich habe ich ja schon gewechselt und ich werde auch immer mal wieder, je nach Lust und Laune, hin und her wechseln oder aber vielleicht sogar kombinieren. Einen Psychothriller würde ich noch gerne schreiben, ob ich es hinbekommen würde, wäre eine ganz andere Sache, aber ich hätte da so einen tollen Protagonisten … Irgendwann vielleicht, oder auch nur eine Kurzgeschichte? Wer weiß!

Lieber Print oder eBook?
Vor ein paar Monaten war meine Antwort ganz klar: Print! Zudem ist mein Freund auch noch gelernter Buchbinder und es hätte sich nach Verrat angefühlt etwas anderes zu lesen als das gedruckte Wort. Doch als dann mein Buch raus kam, fing ich an, mir Bücher online zu kaufen. Und plötzlich eröffnete sich vor mir eine ganz andere Buchwelt, man entdeckt so viele tolle Autoren, von denen man vorher noch nie gehört, geschweige denn gelesen hatte. Momentan ganz klar also das eBook und das auf meinem Handy! Da lese ich am meisten, immer und überall. Und für mich so passend, da bei jedem Buch was ich in Printversion anschleppe, meine Familie schon stöhnt. *g* Meine Buchregale sind einfach zu voll, so dass ich sie sogar schon im Schlafzimmer stapel. Aber ganz besondere Bücher bekommen weiterhin einen Platz bei mir, denn irgendwo findet sich immer ein neuer Ort um mich auszubreiten.